Die Neuraltherapie ist eine Regulations- und Umstimmungstherapie. Ziel einer Regulationstherapie ist es, Fehlfunktionen des Organismus durch Anregung zu normalisieren. Hierzu werden örtliche Betäubungsmittel, Lokalanästhetika wie Procain und Lidocain eingesetzt.
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Neuraltherapie

Was ist eine Neuraltherapie?

Die Neuraltherapie ist eine Regulations- und Umstimmungstherapie. Ziel einer Regulationstherapie ist es, Fehlfunktionen des Organismus durch Anregung zu normalisieren. Hierzu werden örtliche Betäubungsmittel, Lokalanästhetika wie Procain und Lidocain eingesetzt. Zahnärzte benutzen beispielsweise diese Mittel für die Lokalanästhesie in der Betäubungsspritze.

Mit der Neuraltherapie werden örtliche Verquellungen des Bindegewebes aufgelöst. Diese können zu einer reaktiven Verspannung benachbarter Muskelgruppen führen, was eine Fehlhaltung mit nachfolgenden Schmerzen auslösen kann, die weit ab vom Ort der Bindegewebsveränderungen auftreten.

Durch die Injektion von Lokalanästhetika können diese örtlichen funktionellen Veränderungen des Bindegewebes aufgelöst werden und somit Fehlhaltung und auch Schmerzen beseitigt werden. Lokalanästhetika wurden zu Beginn unseres Jahrhunderts entwickelt.

Schon bald erkannte man, dass durch Quaddeln auf der Haut auch tiefer gelegene Organe beeinflußt werden konnten. Die Neuraltherapie wurde von den beiden deutschen Ärzten Walter und Ferdinand Huneke zunächst als Heilanästhesie entwickelt. Schon 1928 berichteten sie über eine bisher unbekannte Fernwirkung von Lokalanästhetika.

Der Einsatz der Lokalanästhetika erfolgt unter Berücksichtigung der von dem britischen Neurologen Henry Head veröffentlichten These, wonach ein nervlicher Zusammenhang mit bestimmten Körperpartien besteht, die über die Haut beeinflussbar sind. Man spricht in diesem Fall von cutivisceralen (Haut-Eingeweide-) Reflexen. Die mit dem Wirkort in Verbindung stehenden Hautareale werden als Reflexzonen oder Headsche Zonen bezeichnet. Unter dem Einfluss des gesamten Nervensystems werden alle lebenswichtigen Funktionen geregelt, wie zum Beispiel Stoffwechsel, Durchblutung, Temperatur und Zellatmung, Energiehaushalt und Säure-Basen-Gleichgewicht. Auch die ersten Gegenregulationen gegen Störungen im Organismus laufen hier ab.

Neuraltherapie - Nutzen und Wirkung

Der Nutzen der Neuraltherapie ist durch eine große Anzahl von eindrucksvollen Heilerfolgen sowie klinischen Studien belegt. Lokalanästhetika haben unter anderem eine schmerzstillende, entzündungshemmende und lymphabflußanregende Wirkung.

Die Neuraltherapie beruht auf der Vorstellung, dass das vegetative Nervensystem als Schaltstelle zwischen Leib und Seele aufzufassen ist und somit über die vegetativen Nervenbahnen Krankheitsprozesse beeinflusst werden können. Die Voraussetzung für diese Behandlung ist die genaue Kenntnis der Nervenbahnen und Nervenpunkte.

Für die Wirkung ist stets der Ort der Injektion entscheidend, nicht die Menge des Medikamentes. Meistens werden nur wenige Milliliter des Lokalanästhetikums zur Therapie gebraucht. Deshalb treten hierbei kaum Nebenwirkungen auf. Die Allergierate ist im Vergleich zu anderen Medikamenten wie zum Beispiel Penicillin gering. Bei einer vorher erfragten Allergieneigung kann ein Allergietest durch eine Hautquaddelung durchgeführt werden.

In der Sonnenberg-Klinik wird die Neuraltherapie zur Behandlung von Schmerzzuständen und entzündlichen Veränderungen durchgeführt. Auch bei Tumorschmerzen kann in einigen Fällen Linderung erzielt werden. Nach Operation kann die Schmerzbeseitigung oder Linderung durch Neuraltherapie zu einer schnelleren Mobilisation in der Rehabilitation führen.  

Die Akupunktur ist einzuordnen in ein großes fernöstliches Medizinsystem, zu dem auch die Bereiche Ernährung, Phytotherapie und allgemeine "maßvolle" Lebensführung gehören. Der hier zu Lande zweifellos bekannteste Teilbereich dieser Traditionellen Chinesischen Medizin ist die Akupunktur, d.h. die Stimulation bestimmter, genau definierter Punkte mit einem Nadelstich, ggf. auch mit einem Laserstrahl oder die Zuführung von Wärmeenergie über dieser Punkte, die Moxibustion.

Das Ziel dieser Maßnahme ist es, die Lebensenergie, das Qi, in Bewegung zu halten, zum Fließen zu bringen und die beiden Pole Yin und Yang, die sich als Gegensatzpaar in allen Dingen befinden, in ein harmonisches Gleichgewicht zu bringen.

Nach dieser Vorstellung durchfließt das Qi den Körper auf bestimmten Energieleitbahnen, den sog. Meridianen, die die gesamte Körperoberfläche wie ein Netz überziehen. Auf diesen Meridianen sind die Akupunkturpunkte angeordnet. Die Auswahl und Kombination dieser Punkte richtet sich nach den Beschwerden des Patienten.

Wenn wir mit Akupunktur behandeln, bedienen wir uns einer schon sehr alten Methode. Die ersten Lehrbücher der Akupunktur gab es in China schon im 2. vorchristlichen Jahrhundert. Wahrscheinlich ist diese Medizin aber noch sehr viel älter, man vermutet ihre Ursprünge in Indien, von wo aus sie ihren Weg nach China gefunden hat. In Europa findet dieses Medizinsystem erst seit wenigen Jahrzehnten eine zunehmende Beachtung.

Hinzu gekommen sind im Lauf der Zeit noch eine Reihe von Mikro-Akupunktursystemen, am bekanntesten sind wohl die Ohrakupunktur und die Schädelakupunktur nach Yamamoto - man geht hier davon aus, dass sich der menschliche Organismus in der Ohrmuschel bzw. auf der Schädeloberfläche abbildet und entsprechend gestörte Zonen dann hier gezielt durch Nadelreiz beeinflusst werden können.

Bewährt hat sich die Akupunktur vor allem in der Behandlung von Schmerzen im Bewegungsapparat, bei Muskelverspannungen, bei vegetativen chronischen Störungen, Kopfschmerzen und bei immunologischen Erkrankungen wie Allergien und Heuschnupfen.

Natürlich ist auch die Akupunktur kein Allheilmittel, aber sie ist sicher ein Verfahren im Rahmen einer erweiterten Naturheilkunde, das bei vielen chronischen degenerativen Beschwerden sinnvoll als alleinige Maßnahme oder ergänzend eingesetzt werden kann.

Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit

Ihr Prof. Dr. med. Manfred E. Heim
Facharzt für Innere Medizin
Hämatologie und Internistische Onkologie
Physikalische und Rehabilitative Medizin
Rehabilitationswesen, Sportmedizin.

Weitere Informationen

Chefarztsekretariat

Frau Müller
Telefon 05652 54-916
Fax 05652 54-200

E-Mail: mueller@sonnenberg-klinik.de

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