Nach einer Darm-Operation, besonders, wenn Tumore (Krebs) entfernt worden sind und damit auch ein Teil des Dickdarm es fehlt, sollten einige Ernährungsaspekte beachtet werden.
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Ernährung nach Darmoperation

Ernährung nach Darmoperation in der Tumornachsorge

Nach einer Darm-Operation, besonders, wenn Tumore (Krebs) entfernt worden sind und damit auch ein Teil des Dickdarm es fehlt, sollten einige Ernährungsaspekte beachtet werden.

In der Sonnenberg-Klinik wird im Rahmen der Ernährung sberatung und Ernährung stherapie darauf eingegangen und eine den Darm schonende leichte Vollkost verabreicht.

Im Folgenden finden Sie einige Tipps und Hinweise, welche den Heilungsprozess unterstützen. 

  • anfangs blähungsarm essen (Schonung der Wunde) - verträgliche Gemüse siehe unten - kann später erweitert werden je nach individueller Bekömmlichkeit.
     
  • leicht verträgliche Gemüse sind in der Regel

Möhren, Zucchini, Fenchel, Schmorgurke, geschmorte Tomaten (ohne Haut), Sellerie, rote Bete, Spinat, Kürbis - Broccoli und Blumenkohl müssen ausgetestet werden.
 

  • Rohkostsalate langsam aufbauen, beginnen mit

leichtem Blattsalat, fein geriebenen Möhren, günstig für den Darm sind Gemüsesäfte wie Möhren- und Tomatensaft.  

  • Generell sollte die Ernährung pflanzenbetont sein, d.h. täglich große Portion gekochtes Gemüse, dazu Naturreis, Nudeln oder Kartoffeln, etwas Rohkostsalat und Obst.
     
  • Für den Darm ist Milchsäure wichtig, enthalten in

- Naturjoghurt, mild gesäuerte Buttermilch, Kefir

      - Kanne Brottrunk (Saft aus vergorenem Brot), Kombucha-Getränk (Tee/Algen/ Getränk), 
        milchsauer vergorene Gemüsesäfte - diese Getränke sind alle im Reformhaus oder
        Naturkostladen erhältlich.  

  • Fleisch muss nicht - kann aber in Maßen gegessen werden, d.h. max. 2-3 mal pro Woche kleine Portion (ca. 100g), Fisch kann häufig gegessen werden (enthält wertvolle Fettsäuren), als Fleischersatz bietet sich Tofu aus dem Reformhaus/Naturkostladen an.
     
  • Tierische Fette einschränken (fette Wurst und fetten Käse weglassen), besser sind Geflügelwurst, Corned beef, Kochschinken, Käse bis max. 45% i.Tr., pflanzliche Brotaufstriche.
     
  • In der Küche Pflanzenöle verwenden. Zum Erhitzen eignet sich  Rapsöl. Rapsöl ist sehr empfehlenswert, hat eine hervorragende Fettsäurenzusammensetzung und ist darüber hinaus noch geschmacksneutral. Olivenöl ist geschmacksintensiver, lässt sich durchaus  zum Dünsten verwenden.
     
  • Für kalte Zubereitungen wie Salate können Sie abwechselnd verschiede Öle  verwenden, grundsätzlich aber auch die obigen Öle.
     
  • bei Vollkornbrot sollten Sie auf feine Krume achten, d.h. Brot aus fein gemahlenem Vollkornmehl, ohne ganze Körner, aber auch Grau- oder Mischbrote.
     
  • Tee aus Fenchel, Kümmel und Anis ist sehr bekömmlich und vertreibt unangenehme Blähungen.

Dies sind grobe Richtlinien, welche man bei der Ernährung nach Darmoperation beachten sollte. Grundsätzlich muss immer in der individuellen Ernährung die Bekömmlichkeit und Verträglichkeit  verschiedener Speisen ausgetestet werden. 

Ist die Darmschleimhaut, z.B. als Folge einer Strahlen- und Chemotherapie, geschädigt, werden häufig Milch und Milchprodukte in der Ernährung nicht vertragen.

Der in der Milch enthaltene Milchzucker (Lactose) wird im Dünndarm nicht abgebaut und gelangt in die unteren Darmabschnitte, wo er Krämpfe und Durchfälle auslösen kann.

Sie sollten deshalb zunächst vorsichtig sein. Am besten werden in der Regel fettarme Sauermilchprodukte (Quark, Dickmilch, Kefir) vertragen, während frische Milch häufiger Beschwerden hervorruft. 

Eine Alternative stellt die Sojamilch dar. Sie ist frei von Lactose und zudem küchentechnisch gut verwendbar, z.B. für die Zubereitung von Kartoffelbrei, Pudding und Milchreis.

Sojamilch enthält natürlicherweise weniger Fett als Kuhmilch, jedoch genauso viel Kalzium.

Sojamilch sollte aus nicht gentechnisch veränderten Sojabohnen hergestellt sein. Einige Hersteller (z.B. Fa. Alpro Soja) garantieren dies bei ihren Produkten. Bio-Produkte müssen ebenfalls gentechnikfrei sein.  

Eine weitere Alternative zur Verwendung von Kuhmilch, oder auch bei bestehender Sojaallergie, ist eine spezielle milchzuckerfreie Kuhmilch der Fa. OMIRA (MINUS L). Auch diese Milch lässt sich bei der Speisenzubereitung gut einsetzen, da der Milchzuckeranteil unter 0,1 g/100 g beträgt. Der typische Milchgeschmack bleibt laut Hersteller erhalten.  

Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit
Ihre Sonnenberg-Klinik

Weitere Informationen

Chefarztsekretariat

Frau Müller
Telefon 05652 54-916
Fax 05652 54-200

E-Mail: mueller@sonnenberg-klinik.de

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